Situation 2019

Zum Klimawandel gibt es viele persönliche Meinungen, Ansichten und weltweit populistische Stimmungsmache. Viele Aussagen verschiedener „Fachleute“ widersprechen sich.

Folgende Fakten sind 2019 der Menschheit jedoch bekannt. Sie sind keine Einzelmeinung sondern durch viele Tausende wissenschaftliche Veröffentlichung gut belegt. Der Weltklimarat legt den Vereinten Nationen klar und sachlich die Ergebnisse vor, die Tausende von Forschern weltweit zusammentragen. Die Problematik ist öffentlich bekannt. So gut wie jeder Mensch kann sich mit wenigen Klicks dazu Detailwissen finden.

Was wir 2019 wissen

  • Das Weltklima hat sich in den letzten Jahren um 1,0 Grad erwärmt (verglichen mit dem vorindustriellen Zeitalter).
  • Diese Erwärmung ist von Menschen verursacht.
  • Nimmt die Erwärmung mit der aktuellen Geschwindigkeit zu, erreicht sie zwischen 2030 und 2052 1,5 Grad.
  • Die Erwärmung wird für Jahrhunderte bis Jahrtausende bestehen bleiben.
  • Würden keine weiteren Treibhausgase ausgestoßen, würde die Erwärmung nicht auf 1,5 Grad steigen.
  • Die Folgen der Erwärmung werden unter anderem Hitzeextreme, Dürren, Starkniederschläge, Orkane und der Anstieg des Meeresspiegels sein.
  • Der Meeresspiegel wird weit über das Jahr 2100 hinaus ansteigen. Je heißer es ist, desto schneller und höher.
  • Der Anstieg des Meeresspiegels verursacht wiederum weitere Änderungen des Klimas.
  • Je langsamer der Meeresspiegel ansteigt, desto größer sind die Möglichkeiten der Menschheit, sich (friedlich) anzupassen.
  • Je größer die Erwärmung (2,0 statt 1,5 Grad), desto größer das Artensterben und die Verluste von Ökosystemen.
  • Eine ausgestorbene Art ist für immer verloren.
  • Hunderttausende Arten sind vom Aussterben bedroht. Es könnten im Laufe der nächsten Jahre Millionen werden.
  • Das entspricht der Größenordnung des Artensterbens nach dem Einschlag eines Meteoriten, wie er zum Aussterben der Dinosaurier führte.
  • Artensterben und Klimawandel sind „Zwillingsprobleme“. Für beide ist der Mensch verantwortlich, beide führen zu massiven Veränderungen des Lebens auf der Erde, beide führen zu großen Problemen für den Menschen.
  • Mit jedem Zehntel-Grad Temperaturanstieg wachsen die Risiken für Gesundheit, Lebensgrundlagen, Ernährungssicherheit und Wasserversorgung der Menschen.
  • Damit verbunden wächst das Risiko für gewaltsame Konflikte und Kriege.
  • Je höher der Temperaturanstieg (zum Beispiel 2,0 statt 1,5 Grad), desto höher werden die Veränderungen sein.
  • Menschliche und biologische Anpassungsfähigkeiten sind begrenzt. Es wird Verluste geben. Je höher der Temperaturanstieg (zum Beispiel 2,0 statt 1,5 Grad), desto höher fallen sie aus.
  • Um den Anstieg der globalen Temperatur auf 1,5 Grad zu begrenzen, muss das von Menschen ausgestoßene CO2 in den nächsten 11 Jahren (also bis 2030) um 45% gegenüber 2010 gesenkt werden und in den nächsten 31 Jahren (also bis 2050) muss der Ausstoß auf null gesunken sein.
  • Andere Wege, das Ziel zu erreichen, sind nicht bekannt.
  • Um den Temperaturanstieg auf 2,0 Grad zu begrenzen, muss der CO2-Ausstoß in den nächsten 11 Jahren (also bis 2030) um 25% gesenkt werden und in den nächsten 51 Jahren (also bis 2070) null erreichen.
  • Andere Wege, das Ziel zu erreichen, sind nicht bekannt.
  • In den berechneten Modellen des Weltklimarates müssen zum Erreichen der Ziele auch andere Treibhausgase gesenkt werden.
  • Technisch wären alle diese Ziele zu erreichen.
  • Sie erforderten schnelles und konsequentes Handeln. Vieles müsste sich sehr schnell radikal ändern.
  • Betrachtet man die Geschwindigkeit der Veränderungen, die notwendig wären, um einen Anstieg über 1,5 (oder 2,0) Grad zu verhindern, lässt sich sagen: Die Menschheit hat in ihrer Geschichte in unterschiedlichen Branchen und Technologien schon ähnlich schnelle Veränderungen erlebt.
  • Betrachtet man die Größenordnung und das Ausmaß der notwendigen Veränderungen, lässt sich sagen: Es gibt kein dokumentiertes historisches Vorbild für derartig große Veränderungen.
  • Selbst wenn die Treibhausgase bis 2030 tatsächlich in dem Maß, wie es im Pariser Abkommen beschlossen wurde, gesenkt werden würden, ist eine Erwärmung um 1,5 Grad unter keinen Umständen aufzuhalten.
  • Das gilt auch dann, wenn es nach 2030 tatsächlich zu massiven Einsparungen käme.
  • Die nächsten 11 Jahre sind mit entscheidend dafür, ob zukünftige Generationen weiterhin in einer Welt leben werden, die der jetzigen ähnlich sein könnte. Veränderungen, die bis 2030 nicht geschehen, werden später schwer oder gar nicht mehr nachgeholt werden können.
  • Die Veränderungen, die nötig wären, um den Klimawandel abzumildern, sind geringer als die, die der Klimawandel später verursachen wird.

Diese Aussagen sind keine „Meinungen“ oder persönlichen Ansichten davon, was in Zukunft eventuell passieren könnte. Es sind gesicherte Fakten, die meisten mit hoher oder sehr hoher Wahrscheinlichkeit und hohem oder sehr hohem Vertrauen.

Quellen sind zum Beispiel der Bericht des Weltklimarates (2018) (hier die Zusammenfassung in deutscher Sprache), und der UN-Bericht zum Artensterben (2019).

Wir wissen sehr genau und sehr detailliert, was wir tun. #vergebtuns trotzdem.

Werbeanzeigen